Unterstützung der Bürger einfordern

Die Landwirte benötigen die Unterstützung der Bevölkerung. Deshalb veröffentlichen wir Anfang kommender Woche nachstehenden Text im GrenzEcho. Darin wird auf die derzeitige Problematik hingewiesen und dazu aufgerufen, die Petition des Bauernbundes für faire Erzeugerpreise zu unterschreiben. 
In der Monatsausgabe am 3. September wird der Aufruf mit einer ganzseitigen Anzeige im GrenzEcho wiederholt. 
Aber auch Sie sind gefordert. Sprechen auch Sie Ihre Freunde, Bekannte, Nachbarn, … auf die Aktion an! Denn jede Unterschrift zählt, um unseren Forderungen an die Politik Nachdruck zu verleihen.


         
* reine Produktionskosten vor Entlohnung der eigenen Arbeit


Bauernbund

Ja zu fairen Preisen für die Bauern!

Die Landwirtschaft ernährt die Bevölkerung - hierzulande und überall in der Welt. Die einheimische Landwirtschaft ist unverzichtbar: Sie sichert die Versorgung mit hochwertigen gesunden und schmackhaften Lebensmitteln. 
Unsere Bauern arbeiten sieben Tage die Woche, um die Bevölkerung zu ernähren. Aber die Preise, die sie derzeit für ihre Erzeugnisse erhalten, decken vielfach nicht einmal ihre Produktionskosten. Von einer Entlohnung ihrer vielen Arbeitsstunden ganz zu schweigen. Sie zahlen an der Ladentheke 10 Euro? Wussten Sie, dass davon gerade einmal 2 Euro an den Landwirten gehen?
Die Bauern zahlen derzeit die Zeche für eine politisch verantwortete Krise. Das russische Embargo auf europäische Lebensmittel als Reaktion der EU auf die Ukraine-Krise hat insbesondere den Milch- und den Schweinefleischmarkt aus den Fugen gebracht. Mit der Folge, dass jeder verkaufte Liter Milch für den Landwirten ein Verlustgeschäft ist – er legt 7 Cent zu! Die Milcherzeuger befinden sich daher in akuten finanziellen Schwierigkeiten. 

Liegt die Landwirtschaft Ihnen am Herzen? Sind Sie überzeugt, dass die Landwirtschaft einen Platz in unserer Gesellschaft verdient? Mehr noch: dass sie unverzichtbar ist? Sind Sie der Überzeugung, dass die Landwirte einen fairen, kostendeckenden Preis für Erzeugnisse verdienen, der auch einen würdigen Lohn abwirft? Dann lassen Sie es uns wissen! 
Helfen Sie uns, die Politik davon zu überzeugen, dass die Landwirtschaft dringend Unterstützung braucht. Unterzeichnen Sie vor dem 7. September die Petition des Bauernbundes für faire Preise. Für Preise, die der Landwirtschaft eine Zukunft sichern. Ein Link auf www.bauernbund.be führt direkt zu der Petition. 
Ja zu fairen Lebensmittelpreisen! Nein zu Ramschpreisen auf Kosten der Bauern!
Online-Petition


Ja zu fairen Lebensmittelpreisen – Nein zu Ramschpreisen und Preisdumping auf Kosten der Bauern! 

Unterstützen Sie unsere Forderung nach fairen Preisen für die Landwirte durch Ihre Unterschrift auf der Webseite www.sosvoedselprijzen.be
Milchkrise: Kurzfristige Unterstützung steht

Die Partner der Kettenverhandlung haben sich am heutigen Montag auf ein globales System geeinigt, um die Auswirkungen der Krise für die Milcherzeuger und die Schweinehalter zu lindern. Kernstück der Vereinbarung zwischen allen Gliedern der beiden Ketten ist die Einrichtung eines Stabilisierungsmechanismus zur Abschwächung der Einkommensvolatilität in beiden Sektoren.
Als kurzfristige Maßnahme zur Stärkung der Liquidität wurde ein einmaliger, zeitlich befristeter Preiszuschlag für Milch- und Schweinefleischerzeuger ausgehandelt. Dieser Zuschlag wird im Wesentlichen über einen zeitlich begrenzten, geringfügigen Preisaufschlag auf bestimmte Milch- und Schweinefleischerzeugnisse finanziert.
Die Milcherzeugern erhalten ähnlich wie bereits 2009 einen Zuschlag von 2,7 Cent/l auf die ehemalige Milchquote der Betriebe. Für Junglandwirte, die nicht über eine solche Referenzmenge verfügen, ist eine Sonderregelung vorgesehen. Zuständig für das Einziehen des Geldes sind die offiziellen Auszahlungsstellen der Regionen. Die Auszahlung erfolgt monatlich über die Molkereien. Der Zuschlag ist auf sechs Monate befristet. Der erwartete Gesamtbetrag für die Milcherzeugerbetriebe wird auf 46 Mio. Euro veranschlagt.
Im Bereich Schweinehaltung werden die Sauenhalter mit einem Pauschalbetrag pro anwesende Sau unterstützt. Auch hier ist die Maßnahme auf sechs Monate begrenzt. Die Partner der Kettenverhandlungen verpflichten sich, für diese Maßnahme 30 Mio. Euro vorzusehen

Mittelfristig: ein Stabilisierungsmechanismus
Zwecks Glättung zukünftiger Preisausschläge verpflichten sich die an den Kettenverhandlungen beteiligten Parteien zur Ausarbeitung eines strukturellen, branchenübergreifenden Stabilisierungsmechanismus für Milch und Schweinefleisch. Dieser Mechanismus wird in zukünftigen akuten Krisenzeiten aktiviert. Für die Ausarbeitung der genauen Modalitäten setzt man sich eine Frist von sechs Monaten, damit der Stabilisierungsmechanismus unmittelbar nach dem Auslaufen der kurzfristigen Unterstützung einsatzbereit ist. Konkret denkt man an Instrumente, die im Rahmen der 2. Säule der GAP für das Risikomanagement vorgesehen sind. Später sollen die Erfahrungen mit dem Stabilisierungsmechanismus auch in die Vorbereitung der GAP nach 2020 einfließen. Die Partner in den Kettenverhandlungen bitten die zuständigen Minister, die belgische Initiative als innovatives, nachahmenswertes Pilotprojekt an die europäische Ebene heranzutragen. 
Großdemo am 7. September in Brüssel: Wir zählen auf Sie!

Auch die deutschsprachigen Mitglieder sind aufgefordert, sich an der Großdemo am 7. September in Brüssel zu beteiligen. Angesichts der großen Entfernung organisieren wir von Ostbelgien aus keinen Traktorkonvoi. 

Da dennoch viele Traktoren erwartet werden, ist mit Staus auf den Zufahrtsstraßen rund um Brüssel zu rechnen. Um zu gewährleisten, dass alle Teilnehmer rechtzeitig eintreffen, sehen wir von einer Anreise per Bus ab. Wir fordern unsere Mitglieder auf, stattdessen mit der Bahn anzureisen.

Alle, die sich vorab bei ihren Schriftführern oder in unserem Sekretariat (Ilona Benker, Tel. 080/41.00.60) für die Demonstration eingeschrieben haben, erhalten einen Gratisfahrschein für die Züge mit folgenden Abfahrtszeiten:
- Bahnhof Eupen: 8.17 Uhr
- Bahnhof Welkenraedt: 8.26 Uhr
- Bahnhof Verviers: 8.39 Uhr

Treffen jeweils eine Viertelstunde vor der Abfahrtszeit im jeweiligen Bahnhof. Gerd Brüls (ab Eupen) und Marc Schröder (Verviers) begleiten die Teilnehmer und halten die Fahrkarten bereit.

Wir empfehlen den Teilnehmern, sich für die Fahrt zum Bahnhof innerhalb der Gilde abzusprechen, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Außerdem sollte jeder für die eigene Verpflegung Sorge tragen. 

Was wir in Brüssel fordern:

1. europäische Solidarität mit den Landwirten 
2. eine Gemeinsame Agrarpolitik, die echte wirtschaftliche Perspektiven bietet
3. Ausgleich für freiwillige zeitweilige Produktionseinschränkungen
4. die Landwirte mit Preisschwankungen nicht im Regen stehen lassen
5. korrekte Statistiken und Prognosen über die zukünftigen Marktentwicklungen
6. Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte
7. eine starke Position der landwirtschaftlichen Erzeuger in fairen Nahrungsmittelketten
8. faire Preise für unsere hochwertigen Produkte






Phytolizenz: Frist läuft ab!!!

Nur wer seine Phytolizenz bis spätestens zum 31. August beantragt hat, kann diese auf der Grundlage des Nachweises von Erfahrung im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln erhalten.

Für später eingereichte Anträge muss die Sachkenntnis durch eine erfolgreich abgelegte Prüfung nachgewiesen werden!

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Grünlandumbruch weiterhin möglich

Wenn der Dauergrünlandanteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche unter ein bestimmtes Niveau sinkt, wird der Umbruch von Dauergrünland genehmigungspflichtig. 2014 wurde die Schwelle bei weitem nicht erreicht. Deshalb ist der Umbruch im kommenden Jahr ohne Einschränkungen erlaubt. 
Ausnahme: In Natura-2000-Gebieten ist für den Umbruch von Grünland immer eine Genehmigung der Forstverwaltung erforderlich.
Empfehlung: In stärkeren Hanglagen sollte auf den Umbruch von Grünland möglichst verzichtet werden (Erosionsgefahr).
Achtung: Der Umbruch ist nur zwischen dem 1.02. und dem 31.05. erlaubt (Gülle-/Nitratgesetzgebung)
Der Bauer


Jeden Freitag erscheint unsere Mitglieder- und Fachzeitschrift "der Bauer", mit allen aktuellen Infor-mationen rund um die Landwirtschaft und den ländlichen Raum.


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Akzisenregelung im Überblick

Die neue Akzisenregelung für landwirtschaftliche Traktoren hat sich zu einem komplexen Regelwerk entwickelt. Wer darf wann roten Diesel verwenden? Für welche Verwendung müssen Akzisen nachentrichtet werden?

Wir geben eine globale Übersicht über das neue Regelwerk.

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G-Kennzeichen für faktische Vereinigungen

In Sachen Straßenverkehrsordnung für landwirtschaftliche Fahrzeuge ist vieles in Bewegung. Nun konnte eine Lösung für faktische Vereinigungen gefunden werden, damit diese ihre Fahrzeuge mit einem G-Kennzeichen ausrüsten können.

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Zu Ihren Diensten

Seinen Mitgliedern bietet der Bauernbund Beratung an:

  • Sprechstunden und Beratung
  • Individuelle Betriebsbuchführung - Tiber
  • ISA-Anträge

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Leitfaden: Landw. Fahrzeuge im Straßenverkehr

In dieser Broschüre finden Sie die neuen gesetzlichen Bestimmungen.

Die Broschüre besteht in Deutsch, Niederländisch und Französisch.

      

Prämienrechner

Die bisherigen Prämienrechte/Zahlungs-
ansprüche sind am 31.12.2014 verfallen. An ihre Stelle tritt eine neue Methode zur Berechnung der Zahlungsansprüche pro Hektar.
Nach wie vor sind die Landwirte im Unklaren über die Höhe der zu erwartenden Betriebsprämie. Die Wallonische Region hat ein Simulationsprogramm ins Internet gestellt, mit dessen Hilfe sich die finanziellen Auswirkungen der GAP-Reform annähernd ermitteln lassen.

Hier geht's zum Prämienrechner

Hier geht's zum vollständigen Artikel aus der Bauer Nr. 7 vom 13.02.2015
 





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