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Zurück zu Aktuelles >Gülle auf Grünland ab 1. Januar


Insofern die Wetterbedingungen es erlauben, darf in diesem Winter Gülle ausnahmsweise ab dem 1. Januar auf Grünland ausgebracht werden. Als Reaktion auf die lange extreme Dürre des vergangenen Sommers hat die wallonische Umweltministerin das Ende der Sperrfrist vom 16. auf den 1. Januar vorgezogen. Bis Ende des Monats Januar dürfen insgesamt maximal 80 kg N pro Hektar in Form von Gülle auf Grünland ausgefahren werden. Das entspricht ca. 20 m³ Rindergülle oder knapp 15 m³ Schweinegülle. An der Sperrfrist für die Ausbringung von Gülle auf Ackerparzellen ist nicht gerüttelt worden; sie endet wie gehabt am 16. Februar.

Wir erinnern daran, dass die Gülleausbringung auf schneebedeckte, gefrorene und wassergesättigte Böden verboten ist. Ein Boden gilt erst dann wieder als nicht mehr gefroren, wenn die Temperatur im Boden über 0 °C ansteigt. Wir weisen auch darauf hin, dass der Boden unter Umständen auch 10 - 14 Tage nach dem Ende des Dauerfrostes (19. Dezember) in der Tiefe noch nicht vollständig aufgetaut ist. Um in Sachen Abspülung auf Nummer sicher zu gehen, sollte deshalb vorerst noch darauf verzichtet werden, Gülle auf Parzellen mit Gefälle auszubringen. Muss unbedingt Lagerkapazität freigemacht werden, dann sollte die Gülleausbringung auf Grünland in flachen Lagen bzw. mit geringem Fälle, aber in angemessener Entfernung zu Gewässern, Gräben, Dränagen… beschränkt werden.