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Zurück zu Aktuelles >GAP 2021: Collin fordert nationalen Gipfel


Der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin hat in dieser Woche alle landwirtschaftlichen Verbände einberufen, um die GAP-Vorschläge der EU-Kommission zu analysieren. Alle Teilnehmer äußerten größte Bedenken.

Collin hatte bereits im Mai kritisiert, dass die von EU-Agrarkommissar Hogan auf 5% veranschlagte Kürzung des Agrarhaushalts den Kaufkraftverlust nicht berücksichtigt. Beziehe man die Inflation mit ein, dann falle der Verlust bis zum Auslaufen der neuen GAP im Jahr 2027 mindestens doppelt, wenn nicht gar drei Mal so hoch aus, so Collin. Hinzu kämen die „perversen“ Auswirkungen der externen Konvergenz, die u.a. zu Lasten Belgiens gingen. Das „G“ der GAP schmelze damit wie Schnee in der Sonne.

Der föderale Landwirtschaftsminister Ducarme beziffert den voraussichtlichen Verlust unterdessen auf 400 Mio. für Flandern und 800 Mio. für Wallonien. Laut Collin kann dies nur in eine Krise münden, die für die Gesamtheit der Landwirte und Verbraucher eine Niederlage darstellt. Er ruft zu einem nationalen Krisengipfel auf, um die Finanzierung unserer Landwirtschaft zu sichern und ihre Besonderheiten zu bewahren. „Wir können nicht tatenlos zuschauen, sondern Belgien muss Alternativen zu den Haushaltsvorschlägen der Kommission vorlegen“, so Collin.