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Zurück zu Aktuelles >Juli-Hochwasser: Weshalb unbedingt eine Schadenserklärung einreichen?


Wir erinnern daran, dass es nur noch bis zum kommenden 31. Dezember möglich ist, eine „Erklärung von Schäden durch höhere Gewalt“ im Zusammenhang mit dem Hochwasser vom Juli dieses Jahres bei der wallonischen Verwaltung einzureichen.

Auch wenn Hochwasser und Überschwemmung keine sehr großen Schäden an den landwirtschaftlichen Flächen angerichtet haben, so haben die Landwirte dennoch ein Interesse daran, sich als Geschädigte zu melden und registrieren zu lassen. Der Grund: Die Erklärung „Höhere Gewalt“ stellt in gewissen Situationen eine Absicherung gegen Sanktionen wegen Nichteinhaltung von gesetzlichen Auflagen dar. Voraussetzung ist, dass die Überschwemmungen von Mitte Juli die unmittelbare Ursache dafür sind, dass der Landwirt seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen konnte bzw. kann. In der Regel wird dem Betrieb eine Übergangsfrist eingeräumt, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Ein paar Beispiele…

- Vieh darf keinen Zugang zu Wasserläufen haben; diese müssen ausgezäunt sein. Ist ein bestehender Zaun durch das Hochwasser weggespült worden und konnte er bisher noch nicht wiederhergestellt werden, dann kann die Erklärung „Höhere Gewalt“ geltend gemacht werden, um eine Frist für die Erfüllung der gesetzlichen Auflage eingeräumt zu bekommen.
- Neuerdings muss ein 6 m breiter Streifen entlang von Wasserläufen permanent mit Pflanzen bewachsen sein. Im Fall von Dauergrünland kein Problem, es sei denn die Wassermassen haben Geröll oder Schlamm angeschwemmt, die den Grasstreifen überlagert und zerstört haben. In einem solchen Fall schützt die Erklärung „Höhere Gewalt“ vor eventuellen Sanktionen.
- Oder die Vegetation von Natura-2000- und AUM-Flächen „biologisch wertvolles Grünland“ ist zerstört oder die Flächen sind mit angeschwemmte Müll verschmutzt oder Schadstoffen belastet worden. Auch in solchen Situationen dient die Erklärung als Absicherung gegen Sanktionen. Im Fall von Verunreinigungen und Verschmutzungen empfehlen die Behörden der Wallonischen Region zudem, sich bei der Gemeinde nach den angebotenen Entsorgungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Formular „Höhere Gewalt“ (unter "Cas de force majeure - Formulaire de notification écrite à l’Organisme payeur de Wallonie d’un cas de force majeure ou de circonstance exceptionnelle FR / DE)

oder hier als Word-Datei: Meldeformular Höhere Gewalt.docx

Weitere Informationen erteilt die Außendienststelle der Wallonischen Agrarverwaltung in Malmedy (Tel. 080/440.610, malmedy.agri.dgarne@spw.wallonie.be).