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Zurück zu Aktuelles >Satellitenkontrollen: Keine Panik


Warum es einfach und verständlich machen und positive Botschaften übermitteln, wenn es auch kompliziert geht und bei den Botschaftsempfängern ein banges Unsicherheitsgefühl auslöst. Diese Frage hat sich ganz offensichtlich die wallonische Verwaltung in Namür zu Herzen genommen. Was ist passiert?

Die Wallonische Region hat in diesem Jahr ein neues Kontrollsystem für landwirtschaftliche Parzellen eingeführt. Konkret wird die Einhaltung gewisser Grundvoraussetzungen und Auflagen für die Gewährung bestimmter Komponenten der Betriebsprämie mittels Satellitenbilder überprüft. Die im Rhythmus von drei bis vier Tagen eingehenden Bilder werden kontinuierlich analysiert und verarbeitet, um die Entwicklung der Vegetation und der Bodenbedeckung der landwirtschaftlichen Parzellen zu verfolgen.

Betriebe, bei denen Verstöße festgestellt wurden, sind Mitte September von der Verwaltung schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass bei ihnen eine nicht reguläre Situationen festgestellt wurde. In dem Schreiben wurde ihnen eine Frist bis Ende September eingeräumt, um ihre Flächenerklärung entsprechend anzupassen. Auch wenn keine Angaben vorliegen, kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Betriebe, in denen die Satellitenbilder Verstöße aufgedeckt haben, verschwindend gering ist.

So weit, so gut. Nunmehr hat die Verwaltung allerdings große Verwirrung verursacht, hat sie doch zwischen dem 23. und dem 25. November eine E-Mail an alle landwirtschaftlichen Betriebe verschickt, mit dem Hinweis, dass sie das Ergebnis der Nachkontrolle auf PAConWEB einsehen können – also auch an die überwältigende Masse der Betriebe, in denen es nichts zu beanstanden gab. Abgesehen davon, dass dafür jede Parzelle individuell eingesehen werden muss, entsteht bei den Empfängern dieses Schreiben der Eindruck, dass Verstöße vorliegen – was aber nicht der Fall ist! Denn: Hätte ein Verstoß vorgelegen, wäre der Landwirt Mitte September schriftlich darüber informiert worden. Also: Wenn Sie damals kein Schreiben erhalten haben, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben und brauchen Sie sich nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, was Sie dieses Mal wieder falsch gemacht haben.