Menu

Zurück zu Aktuelles >Warnung vor streuendem Wolf


Das wallonische Umweltministerium (SPW Environnement) warnt vor einen streunenden Wolf. Anlass ist die Häufung von Angriffen auf Nutztiere im Januar und Februar 2022. Es handelt sich um einen Rüden aus dem in der Provinz Limburg angesiedelten Rudel, der im Januar in Sart-Lez-Spa, Elsenborn, Dolhain und Elsaute lokalisiert wurde. Anfang Februar wurde er in Deutschland in Esch in der Nähe von Stadtkyll nachgewiesen, was darauf hindeutete, dass er im Begriff war, nach Osten abzuwandern. Offensichtlich hat er aber kehrtgemacht, denn ab dem 10. Februar konnten ihm dann Risse in Lançaumont (Welkenraedt),  Herbiester (Jalhay), Nereth (Baelen) und Hauset (Raeren) zugeordnet werden; in zwei weiteren Fällen (in Sourbrodt und Stembert ) laufen die Untersuchungen noch.

Nach Einschätzung der wallonischen Umweltbehörde eignet sich das betroffene Gebiet nicht für eine dauerhafte Ansiedlung. Sie geht deshalb davon aus, dass der Wolf in den nächsten Tagen oder Wochen endgültig aus dem Gebiet abzieht. Bis dahin rät das SPW Environnement den Viehhaltern der Gemeinden Eupen, Lontzen, Raeren, Kelmis, Büllingen, Bütgenbach sowie einiger angrenzenden wallonischen Gemeinden wachsam zu sein und ihre Tiere möglichst nicht zu früh auf die Weide zu lassen. Für den Fall, dass die Tiere nicht aufgestallt werden können, empfiehlt das SPW, die Herde mit elektrifizierten Netzen zu schützen.