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Eine Arbeitsgruppe des Bauernbundes hat die geplanten Änderungen bewertet. Im Großen und Ganzen sind die Änderungen nachvollziehbar und geben kein Anlass, den Entwurf grundsätzlich abzulehnen. Das schließt nicht aus, dass in vielen Punkten im Detail noch Klärungsbedarf herrscht, z.B. in Sachen Registrierung der mineralischen Düngung.

Ganz anders verhält es sich bei den geplanten Düngungseinschränkungen von Ackerparzellen in Hanglagen; hier besteht

noch sehr großer Klärungsbedarf. Wir fordern eindringlich Transparenz bezüglich der Kriterien für die Risikoklasseneinstufung. Daran fehlt es derzeit völlig, denn nach dem vorliegenden Kartenmaterial sieht es danach aus, dass die komplette Parzelle in die höchste Risikokategorie einstuft wird, auch wenn dies nur für einen Teil der Parzelle zutrifft – und sei es auch noch so klein. Dies ist absolut inakzeptabel. Stattdessen muss gewährleistet sein, dass die Einstufung dem tatsächlichen Risiko vor Ort entspricht und die Düngungseinschränkungen nur in diesem Bereich gelten. Und natürlich ist es zwingend erforderlich, dass die Landwirte vorab korrekt und verbindlich über die Risikoeinstufung der verschiedenen Teilbereiche in Kenntnis gesetzt werden, damit sie die Bereiche mit extremen bzw. sehr hohem Risiko als getrennte Parzelle führen können. Außerdem fordern wir, dass die Düngungseinschränkungen sich auf die Zeitspanne beschränken, in denen der Boden noch nicht mit Pflanzen bewachsen ist. Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt werden, dann bleibt uns als Verband keine andere Wahl, als den neuen PGDA in seiner Gesamtheit abzulehnen.

Und zum Schluss noch eine wichtige Anmerkung: Wir fordern, dass ein Passus in den Erlass eingefügt wird, wonach den zuständigen Ministern die Möglichkeit eingeräumt wird, die Frist für die Gülleausbringung auf Grünland bei außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen im Spätsommer und Frühherbst bis zum 31. Oktober zu verlängern. Der diesjährige Sommer müsste doch auch der Politik vor Augen geführt haben, dass der 30. September als Beginn der Sperrfrist nicht weiter haltbar ist.