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An Arbeit herrscht im Milcherzeugerbetrieb kein Mangel. Im Gegenteil, immer mehr Betriebe stoßen in Sachen Arbeitsbewältigung an ihre Grenzen. Gespräche mit Milcherzeugern zeigen, wo der Schuh drückt: Was die meisten Betriebe benötigen, sind Mitarbeiter und Aushilfskräfte, die bezahlbar sind und punktuell und flexibel eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewältigung von Arbeitsspitzen, egal ob saisonal oder täglich. Darüber hinaus meldet ein steigender Anteil von (großen) Betrieben auch einen strukturellen Bedarf an Dauerbeschäftigten an.

Einer internen Umfrage zufolge greifen bereits viele Betriebe regelmäßig oder sporadisch auf externe Hilfs- oder Arbeitskräfte zurück. Der eine oder andere Betrieb dürfte sich dabei am Rande der Legalität bewegen. In dieser Artikelserie behandeln wir eine Reihe von Aspekten im Zusammenhang mit der legalen Beschäftigung von Arbeitskräften.

Studientag …

Am Freitag, 8. März, organisieren die Ländlichen Gilden/Bauernbund einen Studientag zum Thema Arbeitsbewältigung und Beschäftigung von Arbeitskräften im Milcherzeugerbetrieb im Saal Brühl-Michels in Meyerode.

Verschiedene Referenten werden die unterschiedlichen Aspekte rund um die Einstellung und Begleitung von Personal auf landwirtschaftlichen Betrieben beleuchten.

Programm

  • 10:00 Uhr: Begrüßung und Erfahrungsbericht durch den VDL-Vorsitzenden Roger Croé
  • 10:15 Uhr: Studenten- und Saisonarbeit: Chris Boterman vom Boerenbond referiert über typische Situationen, in denen man punktuell Hilfe benötigt und wer aus der eigenen Familie mithelfen darf.
  • 11:00 Uhr: Mitarbeiter bezahlen: Lohn ist nicht Lohnkosten. Jede Menge wichtige Hinweise und Informationen mit Jean-Pierre Gross (Lohnbuchhaltung East Management in Eupen)
  • 11:45 Uhr: Fragen der Teilnehmer
  • 12:00 Uhr: Betriebshilfsdienst: Wann kann der Betriebshelfer einspringen? Infos zu dieser interessanten Alternative bietet Belinda Geiben.
  • 12:30 Uhr: Mittagessen
  • 13:30 Uhr: Mitarbeiterführung: eine Einführung mit praktischen Tipps und Beispielen aus der landwirtschaftlichen Praxis mit Gerd Brüls (Ländliche Gilden)  
  • 14:30 Uhr: Wo und wie finde ich den Arbeiter? Mit Guido Goebels und Stephan Plattes vom Arbeitsamt der DG.
  • 15:00 Uhr: Menschen mit Beeinträchtigung als Arbeitskraft? Mit Sonja Maassen von der Dienststelle für selbstbestimmtes Leben der DG.
  • 15:20 Uhr: Fragen der Teilnehmer und Fazit des Tages (Marc Schröder, Bauernbund)
  • 15:40 Uhr: Abschluss

Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich bis spätestens Mittwoch, 6. März, anzumelden unter Tel. 080/41.00.60 oder ilona.benker@bauernbund.be.
Die Teilnahme ist für Mitglieder des Bauernbundes/Ländliche Gilden kostenlos. Alle anderen bezahlen 30 Euro Eintritt.

… und Newsletter

Ergänzend zu diesem Studientag möchten wir Ihnen in den folgenden Wochen verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft und speziell in Milcherzeugerbetrieben in einem Newsletter vorstellen.

Folgende Themenbereiche werden wir in den kommenden Wochen behandeln:

1. Wer darf auf einem Milchviehbetrieb legal aushelfen? Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, ...? Welche Risiken geht man ein?

2. Kann man frei wählen, ob man eine Person als Arbeitnehmer oder als Selbstständigen beschäftigt? Welche Konsequenzen drohen bei Scheinselbstständigkeit?

3. Ist die Saisonarbeiterregelung eine Option für Milcherzeugerbetriebe? Wie sieht diese Regelung aus? Welche Lohnkosten fallen an?

4. Können Studenten als Aushilfe eingesetzt werden? Wie lange? Was kostet die Beschäftigung eines Studenten? Kann dies mit anderen Beschäftigungsformen kombiniert werden?

5. Sie ziehen die Einstellung eines Mitarbeiters auf fester Basis in Betracht? Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen? Wie hoch sind die Lohnkosten pro Stunde? Gibt es Lohnkostenermäßigungen?

6. Welche sind die Vor- und Nachteile von Teilzeitarbeit? Können mehrere Arbeitgeber sich eine Arbeitskraft „teilen“? Wie praktisch vorgehen?

7. Können Nicht-EU-Bürger beschäftigt werden? Unter welchen Bedingungen? Besteht Spielraum, um Arbeitskräfte flexibel einzusetzen?