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Folgen der Hitzewelle

Erheblicher Rückstand bei Rendac

​Trotz der zahlreichen Vorsichtsmaßnahmen, die getroffen wurden, um die Situation für die Tiere erträglicher zu machen, hat die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit auf vielen Viehzuchtbetrieben zu einer überdurchschnittlich hohen Sterblichkeitsrate geführt. Rendac hat einen Rückstand, verspricht jedoch, alles zu tun, um diesen so schnell wie möglich aufzuholen.

Ende letzter Woche war es außergewöhnlich heiß, und die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit belastete unsere Tiere stark. Die Tierhalter taten, was sie konnten, doch genau wie im Humanbereich ließ sich eine überdurchschnittlich hohe Sterblichkeit nicht vermeiden.

Mehr Meldungen und größere Mengen

Die Folge war, dass Rendac am vergangenen Montag mit 2.333 ausstehenden Meldungen zur Abholung von Tierkadavern konfrontiert war. An einem normalen Wochenende sind es etwa 300 bis 400. Zudem war die Menge pro Meldung deutlich größer als üblich. Dadurch waren die Lkw schneller voll, sodass mehr Fahrten eingeplant werden mussten. Auch zu Beginn dieser Woche gingen noch besonders viele Meldungen ein. Dies führte dazu, dass bei der Tierkadaverabholung ein großer Rückstand entstand. Die Tierkadaver bleiben somit länger als 48 Stunden liegen, bevor sie abgeholt werden. Das sorgte und sorgt bei vielen Viehhaltern für Frustrationen. Der Anblick der Tierkadaver und der Geruch sind jedenfalls nicht förderlich für das Image der Branche.

Bei einem Gespräch zwischen dem Boerenbond und Rendac bat man um Verständnis für die Situation und versprach, alles zu tun, um den Rückstand so schnell wie möglich abzubauen. Dabei wird auch verstärkt auf alternative Transportmöglichkeiten gesetzt.

Eine Nachmeldung ersetzt die ursprüngliche Meldung nicht

Es gab zahlreiche Fragen dazu, wie die Meldung bei Rendac erfolgen sollte. Es bestand die Befürchtung, dass eine Nachmeldung die ursprüngliche Meldung überschreiben würde, wenn man bereits eine Meldung abgegeben hatte und anschließend eine Nachmeldung vornahm. Und dass man dadurch besonders lange auf eine Abholung warten müsste. Dies ist nicht der Fall, und Rendac bittet ausdrücklich darum, eine Nachmeldung vorzunehmen, sobald neue Tierkadaver vorhanden sind. Die größere Menge wird dann bei der Planung entsprechend berücksichtigt.

Beim derzeitigen Stand der Dinge wird es noch eine Weile dauern, bis der Rückstand aufgeholt ist und die Abholung innerhalb von 48 Stunden garantiert werden kann. Es wurde außerdem vereinbart, gemeinsam mit Rendac einen Plan zu erarbeiten, um die Tierkadaverabholung in Zukunft besser zu optimieren. Dabei wird auch ein Anreiz für Betriebe geprüft, die über eine Tierkadaver-Kühlanlage verfügen.

 

 

 

Anmeldung von Tierkadavern bei warmem Wetter

1. Bei normalem Sterbefall (weniger als 1.000 kg oder weniger als vier Rinder)

2. Bei hohem Sterblichkeitsaufkommen (mehr als 1.000 kg oder mehr als vier Rinder)

​Die Meldung kann in diesem Fall nur per E-Mail (klantendienst@rendac.com) mit folgenden Angaben erfolgen:

  • Rendac-Kundennummer (=Betriebsnummer)
  • Ansprechpartner + Telefonnummer
  • Adresse/Nummer des Verladestandorts
  • Tiercode + Anzahl oder geschätztes Gewicht
  • Möglichkeit, die Tierkadaver selbst zu verladen? (Manitou, Teleskoplader …)
  • Gewünschter Abholtag unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Auslastung, der Verfügbarkeit des Verladesystems, der Versicherung …

Der endgültige Abholtermin wird Ihnen umgehend vom Rendac-Kundendienst bestätigt. Jeder Kunde wird stets so schnell wie möglich bedient. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, beim Verladen zu helfen, bittet Rendac Sie, die Tierkadaver an einem gut sichtbaren und zugänglichen Ort bereitzustellen. Der Fahrer muss auf der befestigten Straße bleiben und verfügt über einen Kran mit einer Reichweite von maximal drei Metern. Wenn Sie selbst verladen können, werden mit dem Fahrer/Spediteur Vereinbarungen zur Festlegung des Verladungsortes getroffen.