Zusätzliche Unterstützung für die Landwirtschaft im föderalen Energiepaket
Die föderale Regierung stellt bis zu 80 Millionen Euro für Energiestützmaßnahmen bereit – zunächst für drei Monate (Mai bis Juli). Dazu zählen unter anderem steuerliche Anreize für eine höhere Kilometervergütung durch Arbeitgeber sowie Zuschüsse für Sozialfonds für Heizöl, Gas und Strom.
Auch für die Landwirtschaft gibt es gezielte Unterstützung: Der pauschal absetzbare Betrag pro Hektar soll in der Steuererklärung 2026 erhöht werden. Eine sinnvolle Maßnahme – allerdings mit begrenzter und nur vorübergehender Wirkung. Deshalb bleibt die Forderung nach langfristigen, strukturellen Lösungen bestehen.
Das Kernkabinett hat sich auf ein temporäres Bündel an Energiehilfen geeinigt. Insgesamt stehen 80 Millionen Euro zur Verfügung, der Großteil davon für den Pendelverkehr. Für die Landwirtschaft ist eine eigene, gezielte Unterstützung vorgesehen: Landwirte, die unter die Pauschalregelung fallen, profitieren von einem höheren pauschalen Abzugsbetrag pro Hektar – wirksam ab der Steuererklärung 2026. Die konkrete Ausgestaltung steht noch aus. Wir werden die Details dann später in Der Bauer erläutern.
Zusätzlich wird es möglich sein, die Zahlung der Sozialbeiträge für das erste Halbjahr 2026 um ein Jahr zu verschieben. Damit sollen Selbstständige unterstützt werden, die durch die steigenden Energiepreise aktuell unter Druck geraten.
Die Maßnahmen sind hilfreich und notwendig, erreichen jedoch nur einen Teil des Sektors und das auch nur kurzfristig. Der Boerenbond betont, dass es ebenso Lösungen mit langfristiger Wirkung braucht – und die müssen nicht einmal zwingend Geld kosten.