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Maut auf dem Rücken der Landwirtschaft?
Ab dem kommenden 1. April gilt belgienweit eine Maut für Fahrzeuge mit einem zulässigen Höchstgewicht von mehr als 3,5 t. Die erwarteten Einnahmen aus dieser Kilometerabgabe werden auf rund 800 Mio. Euro jährlich geschätzt. Obwohl landwirtschaftliche Fahrzeuge von der Maut befreit sind, ist zu befürchten, dass die Landwirtschaft indirekt dennoch zur Kasse gebeten wird. Denn die Transporteure dürften versucht sein, ihre Mehrkosten zumindest teilweise an das schwächste Glied, die Landwirtschaft, durchzurechnen. Dadurch würden sich einerseits Produktionsmittel wie Futter oder Dünger weiter verteuern.
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Bio in der Welt
2014 wurden weltweit 43,7 Mio. ha Land biologisch bewirtschaftet. Davon weist die jüngste Ausgabe der Studie „The World of Organic Agriculture“ von FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) und IFOAM – Organics International knapp 20% als Ackerflächen aus (8,5 Mio. ha). 40% der globalen Biofläche liegt in Ozeanien (17,3 Mio. ha), gefolgt von Europa (27%, 11,6 Mio. ha) und Lateinamerika (15%; 6,8 Mio. ha). Australien ist das Land mit der größten Biolandbaufläche (17,2 Mio. ha, davon 97% extensive Weideflächen), gefolgt von Argentinien (3,1 Mio. ha) und den USA (2,2 Mio. ha).
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Prognosen EU-Schweinefleischproduktion
Neben der Milcherzeugung steckt auch die Schweinehaltung in einer tiefen Krise. Die jüngsten Zahlen von Eurostat zum EU-Schweinebestand deuten darauf hin, dass sich das Schweinefleischangebot zumindest bis zur Jahresmitte nicht reduzieren wird. Legt man den Schweinebestand vom vergangenen Dezember in 23 der 28 EU-Mitgliedstaaten (es fehlen noch die Angaben aus Belgien, Bulgarien, Ungarn, Luxemburg, Rumänien und Schweden) zugrunde, dann wird die EU-Schweinefleischproduktion mindestens bis zum Sommer auf dem hohen Niveau des Vorjahres bleiben. Im Dezember 2015 zählte der EU-Schweinebestand 131 Mio. Tiere (+0,4%). Einige Länder sind dabei, ihre Bestände aufzustocken (Spanien: +6,8%, Niederlande: +3,2%, Portugal: +4,6%). In Dänemark, Frankreich und Italien sind die Bestände stabil geblieben, während Deutschland (-2,8%), Polen (-6,0%), Großbritannien (-1,6%), Slowenien (-3,5%), Tschechien (-3,2%) und die baltischen Staaten (Estland: -14,2%, Lettland: -4,4%, Litauen: -3,7%) abgestockt haben. Einziger Lichtblick auf der Angebotsseite ist der leichte Rückgang des Zuchtsauenbestands (-2,0%). Die Zahl der erstmals belegten Sauen geht gegenüber Dezember 2014 sogar um 7,9% zurück, aber die Erfahrung lehrt, dass dieser Indikator wenig aussagekräftig ist. Darüber hinaus ist bei der Beurteilung der Entwicklung der trächtigen Sauen Vorsicht geboten. Ein Rückgang in dieser Kategorie bedeutet nicht automatisch, dass das Schweinefleischangebot anschließend ebenfalls entsprechend sinkt. Denn es gilt die Produktivitätssteigerung in der Sauenhaltung zu berücksichtigen. Und die war in den vergangenen Jahren bemerkenswert.
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Copa- und Cogeca-Forderungen zur Überwindung der Krise
Copa und Cogeca wollen die EU-Kommission mit einem neuen Maßnahmenpaket zur Überwindung der dramatischen Krise auf den EU-Agrarmärkten zum Handeln bewegen. Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen nannte die Situation für die europäische Landwirtschaft unhaltbar: „Wenn die EU jetzt nicht tätig wird, wird die Krise ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreichen – die Wirtschaft in den ländlichen Gebieten wird massiv unter Druck geraten und die EU wird nicht in der Lage sein, in Zukunft die wachsende Bevölkerung zu ernähren.“
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Was bekommt der Landwirt?
Von jedem Euro, den die Verbraucher für Lebensmittel ausgeben, bekommt der Landwirt im Schnitt nur 25 Cent. Am geringsten fällt der Anteil nach Mitteilung des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes (LPD) bei Brot, Brötchen und Getreideerzeugnissen aus: lediglich 4,8% der Ausgaben für Backwaren und ähnliches kann der Landwirt in seiner Betriebskasse verbuchen. Bei einem Brot für 2 Euro sind das weniger als 10 Cent.
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Tollwut: Impfpflicht aufgehoben
Belgien ist seit 2001 offiziell frei von Tollwut. Südlich von Samber und Maas bestand aber trotzdem für Hunde und gewisse andere Haustiere bisher immer noch eine Impfpflicht. Da die Tollwut mittlerweile auch in allen Nachbarländern offiziell ausgerottet ist, wird die Impfpflicht am 1. März aufgehoben. Für Hunde, Katzen und Frettchen, die aus dem Ausland nach Belgien eingeführt werden, ist eine vorherige Tollwutimpfung nach wie vor obligatorisch. Dies gilt auch für derartige Tiere, die vom Besitzer auf Auslandsreisen mitgenommen werden.
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AUM – Eine Bilanz nach 20 Jahren
Die wallonischen Agrarumweltmaßnahmen sind eine Erfolgsgeschichte. Auf der Generalversammlung von Agra-Ost Mitte Februar wurde nicht nur eine Bilanz gezogen, sondern es wurden auch die angestrebten Ziele bis zum Ende des neuen Programms (2020) vorgestellt.
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11.000 Milchkühe mehr in Belgien
Nach Jahren des kontinuierlichen Rückgangs nimmt der belgische Rindviehbestand wieder zu. Am 15. November zählte unser Land laut Sanitel wieder mehr als 2,5 Mio. Rinder (+30.000 Stück bzw. +1,2%). In Wallonien (+6500, +0,5%) fällt die Entwicklung moderater aus als in Flandern (+23.000 Stück, + 1,8%). Bei der Entwicklung der Anzahl Milchkühe (inkl. Reformkühe) driften beide Regionen auseinander: Während der Bestand im nördlichen Landesteil um knapp 14.500 Tiere aufgestockt wurde (+4,8%), ging die Zahl in Wallonien um 3500 Stück zurück (-1,6%). Unter dem Strich ergibt sich ein Plus von rund 11.000 Milchkühen (+2,1%). Der Mutterkuhbestand ist ebenfalls aufgestockt worden und zwar um insgesamt gut 9000 Tiere, 2000 in Flandern und 7000 in Wallonien. Laut den provisorischen Ergebnissen der Zählung von Mai 2015 ging der Gesamtschweinebestand gegenüber Mai 2014 landesweit lediglich um knapp 95.000 Einheiten auf 6,256 Mio. zurück (-1,5%). In Wallonien, wo gerade einmal 4,4% des nationalen Schweinebestands angesiedelt sind, brach der Bestand allerdings um fast 20% ein (gegenüber nur -0,5% in Flandern). In der Schweinehaltung halten sich die Auswirkungen der Krise gemessen an der Stückzahl noch in Grenzen. Einen Hinweis darauf, dass sich das mittlerweile geändert haben könnte, liefert die Zahl der Zuchtsauen: Diese lag im Mai 2015 um 2,8% (entsprechend rund 12.500 Tieren) unter dem Niveau des Vorjahres. Das statistische Landesamt meldet als weiteres markantes (provisorisches) Ergebnis der Zählung von Mai 2015 einen starken Rückgang des Dauergrünlands in Flandern (-19.000 ha, -3,8%). In Wallonien hält sich der Dauergrünlandschwund mit -1,8% (-5500 ha) dagegen in Grenzen. Anzumerken ist weiter, dass landesweit innerhalb eines Jahres erneut 860 landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben haben (-2,3%). Demnach bleiben nur noch 36.334 Betriebe übrig, ein Drittel davon (12.578) in Wallonien.
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Knapp 2300 AUM-Voranträge
Landwirte, die in diesem Jahr einen neuen Fünfjahresvertrag für Agrarumweltmaßnahmen (AUM) oder die Biolandwirtschaft abschließen möchten, mussten bis Ende November vergangenen Jahres ein Vorantrag gestellt haben. Der definitive Antrag muss über die anstehende Flächenerklärung eingereicht werden.
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