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Benachteiligte Gebiete geringfügig abgeändert
ach langen und zähen Verhandlungen hat die EU-Kommission nunmehr die von der Wallonischen Region vorgeschlagene Kulisse der Gebiete mit natürlichen und spezifischen Einschränkungen (kurz: benachteiligte Gebiete) genehmigt. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen bleibt die bisherige Gebietskulisse unverändert bestehen. Wesentlichste Änderung ist, dass die Grenzen des benachteiligten Gebiets mit den Gemeindegrenzen übereinstimmen müssen. Für die Gemeinden Raeren und Eupen (sowie Baelen) hat dies zur Folge, dass das Gebiet südlich der Weser ab kommendem Jahr nicht mehr als benachteiligt eingestuft ist. Der Europäische Rechnungshof hatte kritisiert, dass die Kriterien für die Einstufung als benachteiligtes Gebiet von den Mitgliedstaaten und Regionen zu unterschiedlich gehandhabt werden. Dies sei nicht mit dem Gleichbehandlungsprinzip vereinbar. Infolgedessen hat die EU den Mitgliedstaaten auferlegt, die benachteiligten Gebiete ausschließlich anhand klimatischen und pedologischen Kriterien zu überprüfen und gegebenenfalls neu abzugrenzen.
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Afrikanische Schweinpest in Wallonien
Die Afrikanische Schweinepest (AFP) grassiert schon seit längerer Zeit in weiten Teilen Ost- und Nordosteuropas. Insbesondere in Deutschland herrscht seit Monaten große Angst vor einem Überschwappen der hochansteckenden Viruserkrankung aus Polen oder Tschechien. Doch jetzt droht die Gefahr urplötzlich von Westen. Denn in der Gemeinde Etalle (Provinz Luxemburg), rund ein Dutzend Kilometer westlich von Arlon, wurde die Seuche am Donnerstag bei zwei verendeten Wildschweinen nachgewiesen. In Belgien stehen Behörden (FANSK) und Regionalpolitik (Wallonische Regierung) vor Rätseln. Die eine – jetzt nicht mehr relevante – Frage ist, wie der Erreger einen Sprung von rund 1000 km machen konnte. Viel schlimmer ist, dass derzeit keiner weiß, wie es weitergehen soll. Einen realistischen Krisenplan, der einigermaßen Aussicht darauf bieten könnte, die ASP auszurotten oder die Lage zumindest unter Kontrolle zu halten, gibt es offensichtlich nicht. In einer ersten Reaktion brachte Landwirtschaftsminister René Collin jagdrechtliche Maßnahmen zur Sprache. So will er jegliche Jagdausübung in einem 630 km² großen Sperrbereich um die Fundorte der infizierten Schwarzwildkadaver bis mindestens 15. Oktober untersagen. Es soll alles unterlassen werden, was die dort vorkommenden Wildschweine verscheuchen und die ASP in bisher seuchenfreie Gebieten verschleppen könnte. Möglicherweise wird die Jagd auf Wildschweine in einem weiter entfernten Ring um die Fundorte intensiviert werden, bis dieser Bereich frei von Schwarzwild ist. Sehr optimistisch, dass diese Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein werden, ist man nicht. Womöglich wird man langfristig mit der ASP leben müssen. Deshalb sollte man die Anstrengungen voll und ganz darauf konzentrieren, eine Verschleppung in die Hausschweinbestände mit allen Mitteln zu verhindern. Hier sind zuallererst die Schweinehalter selbst gefordert, alle Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Auf die rund 4.200 Betriebe in Belgien kommen trotzdem schwere, ja dramatische Zeiten zu, denn einige Abnehmerländer sind schon dabei, ihre Schweinefleischimporte aus Belgien zu stoppen.
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Tränken sind tödliche Fallen
Aves-Ostkantone macht die Landwirte darauf aufmerksam, dass Weidetränkebecken oft tödliche Fallen für Vögel sind, speziell Greifvögel. Immer wieder müssen Landwirte und Ornithologen die traurige Feststellung machen, dass der Versuch, Viehtränken als Wasserstelle zu nutzen für Turmfalken, Rotmilane, Mäusebussarde, … tödlich endet. So machte im vergangenen Jahr ein Landwirt die erschütternde Entdeckung, dass eine ganze Turmfalkenfamilie (zwei Altvögel und die vier Jungfalken), die auf dem Hof angesiedelt war, in zwei nahe gelegene Viehtränken ertrunken war. In einem anderen Fall ertrank ein Rotmilan bei dem Versuch, mehrere ertrunkene Wacholderdrosseln aus dem Wassertrog zu fischen. Da die Vögel den Wasserstand nicht einschätzen können, landen sie in einer Falle, der sie nicht mehr entkommen können; sie ertrinken jämmerlich. Denn um abheben zu können, müssen sie sich von einem festen Untergrund abstoßen können. Damit ist auch offensichtlich, wie der Landwirt solche Tiertragödien verhindern und einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz leisten kann: Legen Sie eine längere Bohle oder ein an einer Seite mit einem Stein beschwertes Brett in das Tränkebecken und lassen Sie das andere Ende über den Beckenrand hinausstehen. Dies ermöglicht es Greifvögel, aus der Falle herauszuklettern. Achtung: Ein schwimmendes Holzbrett taugt nicht als Lebensretter.
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VDL bei EU-Agrarkommissar Hogan in Namür
Die Anfang Juni veröffentlichten Kommissionsvorschläge für die Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 werfen mehr Fragen auf als sie Antworten geben. Am vergangenen Dienstag weilte EU-Agrarkommissar Hogan in Namür, um dem wallonischen Landwirtschaftsminister Collin und den landwirtschaftlichen Verbände der Region seine Vorstellungen zu verdeutlichen. Von ostbelgischer Seite nahmen Elena Theissen und Roger Croé an dem Treffen teil.
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Fotos zu Bauer Willi in Raeren
Am vergangenen Sonntag zur Frühschoppenzeit war Bauer Willi, rheinischer Ackerbauer aus der Nähe von Köln, auf dem Betrieb von Roger und Rita Croé in Raeren zu Gast. Im Rahmen der Matinee-Reihe des Parlaments der DG in Zusammenarbeit mit den Ländlichen Gilden bezog er Stellung zum Bild der Landwirte in der (deutschen) Gesellschaft und wartete mit zahlreichen Tipps und Anregungen für eine angemessene Reaktion des Bauernstandes auf. All dies unterlegte er mit viel Witz mit eigenen Erfahrungen.
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Finagri verstärkt seine Betreuungsfunktionen
Die Wallonische Region bezuschusst die VoG Agricall bis 2021 mit jährlich rund 1,07 Mio. Euro. In der Vergangenheit wurde Beihilfe nur für die psychologische Unterstützung und die technische und juristische Beratung von Landwirten durch Agricall gewährt. Die neue Konvention weitet die Unterstützung auf die Finanzberatung durch den Agricall-Ableger Finagri aus. Als Reaktion auf die zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe hatte der wallonische Landwirtschaftsminister Agricall vor zwei Jahren eine Subvention in Höhe von 500.000 Euro zuerkannt, um eine Zelle zur Betreuung von Betrieben in wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten aufzubauen. Finagri fungiert in erster Linie als Vermittler zwischen Landwirten in Zahlungsschwierigkeiten und Bankinstituten oder Lieferanten. Im vergangenen Jahr wurde der unabhängige Dienst von 242 Personen in Anspruch genommen. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft arbeitet Finagri eng mit der Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien zusammen.
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GAP nach 2020 – Die Katze ist aus dem Sack
EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat am 1. Juni die Katze aus dem Sack gelassen und seine Reformvorschläge für die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vorgestellt. In Sachen Umsetzung und Verantwortung kommt der Vorschlag einer Kopernikanischen Revolution gleich: Die EU legt nur einen Rahmen in Sachen Ziele, Instrumente und Finanzierung fest und lässt den Mitgliedstaaten weitgehende Freiheiten bei der Umsetzung.
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Heckenschnitt frühestens ab 1. August
Minister Collin hat den Verbotszeitraum für den Schnitt von Hecken und Bäumen verlängert. Statt wie bisher vom 15. April bis zum 30. Juni gilt die Sperrfrist ab sofort von 1. April bis zum 31. Juli. Damit folgt Wallonien einer Empfehlung der EU-Kommission, Maßnahmen zu treffen; um die Bruterfolgschancen von Heckenbrütern zu erhöhen.
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Immer mehr Betriebe ohne Nachfolger
Das Nationale Statistikamt (INS) hat die neuesten Zahlen zu den Familienarbeitskräften in Landwirtschaft und Gartenbau veröffentlicht. Wesentlichste Erkenntnisse ist der steigende Anteil von Betriebsleitern über 50, die keinen Nachfolger haben. Waren 2013 noch 26% aller Betriebe in dieser Situation, so ist ihr Anteil 2016 weiter gestiegen auf 28,6%.
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