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Betriebshilfsdienste werden weiterhin finanziell unterstützt
Der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin hat in dieser Woche die Rahmenübereinkunft mit den landwirtschaftlichen Betriebshilfsdiensten verlängert. Demnach unterstützt die Wallonische Region dieses für die Landwirte so wichtige Angebot in den kommenden drei Jahren mit jährlich 950.000 Euro.
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Freiwillige Produktionsbegrenzung – erste Details
Der EU-Agrarrat hat Mitte Juli ein neues Hilfspaket in Höhe von 500 Mio. Euro zugesagt, um gegen die Krise in der Tierproduktion anzugehen. Davon sind 150 Mio. für die Finanzierung einer EU-weiten freiwilligen Produktionssenkung vorgesehen. Mittlerweile haben wir etwas mehr Einblick in die Bedingungen für die Teilnahme an diesem Programm. Letzte Details sollen Ende dieser Woche ausgearbeitet werden. Die EU stellt 150 Mio. Euro bereit, um eine EU-weite freiwillige Produktionsbeschränkung zu finanzieren. Konkret soll die Minderproduktion in den anstehenden Monaten Oktober, November und Dezember gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2015 mit 14 Cent pro kg Milch entschädigt werden. Der Betrag entspricht einer Menge von rund einer Milliarde kg Milch.
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Bestandsaufnahme der Landwirtschaft in der DG
Das statistische Landesamt (Statbel) wartet in regelmäßigen Abständen mit Angaben zur belgischen Landwirtschaft auf. Für viele Kennzahlen liegen nunmehr auch aktuelle Zahlen auf Gemeindeebene vor. Diese basieren im Wesentlichen auf verwaltungstechnischen Angaben (Flächenerklärung und Sanitel).
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Wie mit Preisschwankungen umgehen?
Die Erwartungen und Anforderungen der Milcherzeuger in Sachen Risikomanagement unterscheiden sich individuell sehr stark. Es ist offensichtlich, dass die Milcherzeuger einen maximalen unternehmerischen Handlungsspielraum nicht missen möchten. Gleichzeitig ist aber auch unerlässlich, dass die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 zusätzliche Instrumente des Risikomanagements anbietet. Die wichtigen Milcherzeugerländer bieten z.T. sehr unterschiedliche Systeme an, um der zunehmenden Volatilität in der Milchkette zu begegnen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken der Erzeugerbetriebe einzudämmen. In der Regel zielen diese Systeme darauf ab, die Volatilität auf einzelbetrieblicher Ebene zu managen. Die Volatilität innerhalb der Milchkette vollständig auszuschalten, ist aber utopisch.
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Wie Liquiditätsengpässe überbrücken?
Viele Betriebe denken mit Schrecken an die anstehenden Fälligkeitsdaten ihrer Kapitalrückzahlungen und den Stapel offener Rechnungen bei Zulieferern. Wenn die Liquiditätsengpässe nur vorübergehender Art sind, bestehen durchaus Lösungen. Aber jede Lösung hat ihren Preis. Die hier beschriebenen Lösungen sind ausschließlich gedacht, um zeitweilige und begrenzte Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Strukturelle Schwierigkeiten können damit nicht aus der Welt geschafft werden. Denn man kann kein tiefes Loch stopfen, indem man ein neues – und oft noch tieferes – gräbt. Wer gezwungen ist, mit seiner Bank zu verhandeln, der muss sich bewusst sein, dass er aus einer schwachen Position heraus verhandelt. Bevor man sich auf Verhandlungen einlässt, muss man seine Hausaufgaben machen, sprich rechnen, rechnen und nochmals rechnen.
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Milchproduktion ist hocheffizient
Wie ist es um die Effizienz der tierischen Veredlung gestellt? Ist die Produktion von Milch, Fleisch und Eier wirklich so verschwenderisch, wie es von Gegnern gerne dargestellt wird? Ist der Mensch besser bedient, wenn er die als Viehfutter eingesetzten Pflanzen direkt konsumiert? Oder ist es nicht doch vielleicht besser, den Umweg über den Verdauungsapparat von Nutztieren zu gehen? Das flämische Informationszentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet von einer Doktorarbeit an der Universität Löwen (KU Leuven). Darin vergleicht Ruben Boonen den Wert von Energie und Eiweiß in Form von Milch und Fleisch für den Menschen mit dem von direkt konsumiertem Viehfutter. Die Milcherzeugung schneidet in diesem Vergleich anders als die Schweinehaltung hervorragend ab. Der Grund: Wiederkäuer spielen eine essenzielle Rolle bei der Umsetzung von Pflanzen, die für den Menschen nicht verdaulich sind, in nutzbare und hochwertige Energie und Eiweiß. Anders beim Schwein, dessen Verdauung der des Menschen sehr ähnlich ist und das deshalb als direkter Nahrungsmittelkonkurrent des Menschen angesehen werden muss. Die Energieeffizienz der Milchproduktion wird in der Studie auf 500% veranschlagt. Die Rindermast schneidet mit 14% Energieeffizienz trotz Einsatz von nicht direkt zu menschlichen Ernährungszwecken nutzbaren Nebenprodukten wie Rübenschnitzel und Biertreber bedeutend schlechter ab. Dies gilt auch für die Legehennenhaltung (29%) und ganz besonders die Schweinefleischproduktion (11%), beides Haltungssysteme, in denen die Futterration überwiegend auch direkt für die menschliche Ernährung geeignet ist.
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Ammoniakemissionen sollen runter
Seit 2001 legt eine EU-Richtlinie nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe, darunter Ammoniak und Methan, fest. EU-Parlament, EU-Kommission und Ministerrat haben sich nun darauf geeinigt, diese sog. NEC-Richtlinie zu verschärfen. Demnach sollen die gesamten Ammoniakemissionen der EU bis zum Jahr 2030 im EU-Mittel um weitere 18% gegenüber 2005 reduziert werden. Dies betrifft nahezu ausschließlich die Landwirtschaft. Denn 94% der gesamten NH3-Emissionen kommen aus der Landwirtschaft und speziell der Viehhaltung. Die deutsche Reaktion seitens der Landwirtschaft fällt besonders heftig aus. Denn die Reduktion ist ungleich auf die Mitgliedstaaten verteilt. So soll Deutschland seine Emissionen um 29% zurückfahren, während andere Mitgliedstaaten weitgehend verschont bleiben. Beispielsweise beträgt das Einsparziel für Frankreich 13%, für Großbritannien 16% und für Lettland nur 1%. Nach Berechnungen des Thünen-Instituts können die Minderungsziele nur eingehalten werden, wenn flüssige Wirtschaftsdünger auf unbestellten Ackerflächen ausnahmslos direkt eingearbeitet und auf bestellten Flächen (bzw. Grünland) zusätzlich angesäuert werden, so der Landvolk-Pressedienst (LPD). Außerdem müssen Emissionen aus Ställen erheblich reduziert werden, etwa durch deutlich weniger verschmutzte Laufflächen, Abluftreinigung und Güllekühlung bei Unterstalllagerung. Zu zusätzlichen Kosten, Strukturwirkung und Vereinbarkeit mit Forderungen des Tierschutzes gibt es bisher keine Aussagen.
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Gesucht: Zuversicht und Hoffnung
Es kann nicht überraschen: Die Landwirte haben das Vertrauen in ihre berufliche Zukunft verloren. Das Stimmungsbarometer Landwirtschaft und Gartenbau von Crelan ist auf dem niedrigsten Stand seit der Einführung der Erhebung vor zehn Jahren. Die jüngste Umfrage datiert von vergangenem Frühjahr, mitten in der Krise, als keinerlei Aussicht auf Besserung bestand. In der Krisenzeit 2009-2010 erhielten die Milcherzeuger noch weniger für ihre Milch als derzeit. Aber anders als damals scheint die aktuelle Krise kein Ende nehmen zu wollen. Das erklärt, dass Stimmung und Zuversicht heute noch düsterer sind als damals. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass viele Landwirte sich jetzt erst bewusst werden, dass sich derartige Krisen in Zukunft wohl stets aufs Neue wiederholen werden und dass sie (noch) keine blassen Ahnung haben, wie sie sich erfolgreich dagegen wappnen können. Denn wirkungsvolle Instrumente für das Risikomanagement gibt es nach wie vor nicht. Jüngere Landwirte blicken gemäß dem Index mit etwas mehr Vertrauen in die Zukunft. Sie sind sich vielleicht stärker bewusst, worauf sie sich eingelassen haben. Und: Sie haben die früheren, „sicheren“ Zeiten nicht gekannt. Für Wallonien steht das jüngste Barometer bei mageren 30 Punkten, in Flandern bei 33 (2014: 51 bzw. 46). Den stärksten Rückgang verzeichnet Crelan bei den Milcherzeugern, die ein Jahr vorher noch die Zuversichtlichsten unter allen landwirtschaftlichen Sektoren waren. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob dieser damalige Optimismus – um nicht zu sagen: Euphorie – berechtigt war. Aus dem Stimmungsbarometer, auch Vertrauensindex genannt, geht hervor, dass den Landwirten ihr Beruf derzeit wenig „Spaß“ macht. Ausschlaggebend hierfür ist in erster Linie der Druck auf das Einkommen. Laut Crelan geben die Befragten aber auch an, dass ihre Liquiditätsprobleme derzeit weniger gravierend sind als zur Zeit der Krise von 2009. Nun, entweder haben sie Lehren aus der damaligen Situation gezogen … oder aber die Fragen zu dem delikaten Thema Geld nicht ganz ehrlich beantwortet (die Umfrage erfolgte telefonisch). Das Investitionsverhalten schwächelt ebenfalls. Hierbei muss man aber berücksichtigen, dass in bestimmten Sektoren – allen voran die Schweinehaltung und in der Milcherzeugung – in den Vorjahren besonders stark investiert worden ist. Das sind präzise die beiden Zweige, die heute am pessimistischsten in die Zukunft blicken.
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Natura 2000 Fitness Check – die Ergebnisse
Die europäischen Naturschutzrichtlinien stellen ein geeignetes Instrument dar, um die Schutzziele zu verwirklichen. Allerdings stößt die Umsetzung dieser Richtlinien auf eine Fülle von Problemen. Das sind die wichtigsten Schlussfolgerungen einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Analyse.
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